Adam - Josef - Cüppers - Berufskolleg Ratingen

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Europa im Blick

Internationale Berufserfahrungen und Europakompetenzen werden immer wichtiger in der heutigen Berufswelt und sind Teil des beruflichen Anforderungsprofils. Dem trägt auch das AJC Rechnung. Durch Auslandsaufenthalte im Rahmen von Erasmus+ Projekten oder Auslandspraktika, Europaworkshops, eTwinning oder der Teilnahme am Europäischen Wettbewerb so wie unseren Fremdsprachenzertifikaten fördern wir die internationalen Berufskompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler. Die europäischen Aktivitäten werden koordiniert durch das Europateam unter Leitung von Melanie Bolcks. Weitere Teammitglieder sind Nora vom Brauck, Martin, Bieber und Juliane Kubbig-Bappert.

Hier finden Sie eine kleine Auswahl besonders interessanter Aktivitäten.

Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg ist erste European Blue School in Deutschland

Das Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg (AJC) ist eine der ersten beiden European Blue Schools in Deutschland. Am 9. Juni 2021 wurde das AJC als eine von 36 Bildungseinrichtungen aus ganz Europa - vom Kindergarten bis zum Berufskolleg – im Rahmen einer Onlineveranstaltung mit dem gleichnamigen Label zertifiziert.

Und das ist auch nicht verwunderlich. Nachdem das Erasmus+-Projekt des erziehungswissenschaftlichen Gymnasiums „Let’s make a move! – European citizens fighting the ocean plastic soup“ im vergangenen Schuljahr den deutschen eTwinning-Preis 2019 erhalten hat, wurde es auch von der EU im Handbuch zu den European Blue Schools als vorbildliches Beispiel erwähnt. Das europäische Projekt beschäftigte sich mit der Verschmutzung der Ozeane durch Verpackungsmüll.

In diesem Schuljahr 2020 /2021 bewarb sich die Schule nun mit dem im September gestarteten Erasmus+ Projekt „Let’s make a move! - 17 steps to a sustainable Europe“ über die Agenda 2030 und war gleich im ersten Anlauf erfolgreich.

Die Agenda 2030 knüpft an die 2021 von den Vereinten Nationen ausgerufene Dekade für Ozeanforschung an, durch die bis 2030 deutlich mehr in die Meereswissenschaften investiert werden soll. 71 Prozent der Erdoberfläche sind durch Ozeane bedeckt. Sie bilden eine wichtige Lebensgrundlage für mehr als drei Milliarden Menschen

Zur Erfüllung der Ziele der Agenda 2030 strebt auch die EU im Rahmen des Green Deals die Entwicklung einer nachhaltigen blauen Wirtschaft an. Daher rief die Europäische Kommission das Netzwerk EU4Ocean ins Leben, das europäische Gruppen und Organisationen zusammenbringen soll, um aktiven Schutz für die Ozeane zu entwickeln. Ein Bestandteil des Projekts ist das neugegründete Netzwerk der European Blue Schools, mit dessen Hilfe das Thema Ozeane in die Schulen getragen werden soll.

 

Europäisches Umweltprojekt erhält deutschen eTwinning-Preis 2019

Gerade ist das Schuljahr 2019-2020 beendet, da wurde es offiziell: Das eTwinning Projekt „Let’s make a move! – European citizens fighting the ocean plastic soup“ des Adam-Josef-Cüppers-Berufskollegs erhält den deutschen eTwinning-Preis 2019.

Vorausgegangen sind zwei fast 2 Jahre intensive Arbeit. 2018 begannen die 16- bis 18-jährigen Schüler*innen des Erziehungswissenschaftlichen Gymnasiums sich mit der zunehmenden Verschmutzung die Weltmeere durch Verpackungsmüll zu beschäftigen. Diese riesige Fläche aus Plastikabfällen wird die „Ocean Plastic Soup“ genannt. Darüber aufzuklären und eine weitere Vergrößerung dieses Müllteppichs zu verhindern war das Ziel. Mit je einer Schule aus Frankreich, den Niederlanden und dem hessischen Limburg haben sich die Cüppers-Gymnasiasten über die eTwinning Plattform digital vernetzt. Sie haben sich informiert, Experten getroffen, ihr eigenes Konsumverhalten hinterfragt, Leserbriefe geschrieben und all ihr Wissen, ihre Erkenntnisse und Erfahrungen miteinander geteilt. Das Ergebnis war eine Ausstellung zu den unterschiedlichen Aspekten, die zeitgleich in allen Schulen gezeigt wurde. Die gemeinsame Sprache war Englisch.

Dafür erhielt das Projekt das Deutsche, Französische und Europäische eTwinning-Qualitätssiegel und wurde im November 2019 zum Projekt des Monats des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) gekürt. „Das engagierte Projekt nimmt sich eines aktuellen Themas mit hoher gesellschaftlicher Relevanz an. Mit hohem Einsatz, Fantasie und Ideenreichtum leisten die Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Beitrag zur Lösung dieses drängenden Problems“, heißt es in der Begründung der Jury. Mit dem eTwinning-Qualitätssiegel würdigt der Pädagogische Austauschdienst des Sekretariats der Kultusministerkonferenz jährlich herausragende digitale Schulpartnerschaften, die sich unter anderem durch eine ausgeprägte Kooperation zwischen den Partnerklassen auszeichnen.

Anfang 2020 wurde klar, dass „Let’s make a move! – European citizens fighting the ocean plastic soup“ einen der ersten 3 Plätze des deutschen eTwinning-Preises 2019 erreicht. Die Entscheidung sollte feierlich am 27. März 2020 im Rahmen der Bildungsmesse didacta in Stuttgart verkündet werden, musste dann jedoch aufgrund der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschoben werden. Am vorletzten Schultag vor den Sommerferien war es dann aber soweit. Im Rahmen einer Online-Feier wurde das Engagement der Abiturient*innen der Klasse EGY3b mit einem 1. Preis gewürdigt. Die Jury hob dabei hervor, dass nicht nur der besonders relevante Inhalt des Projekts auszeichnungswürdig sei, sondern auch die didaktisch-methodische Umsetzung zur Erreichung fachlicher und europäischer Ziele überzeugt hat.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link:

https://www.kmk-pad.org/praxis/beispiele-guter-praxis/berufsbildende-schule/etwinning-projekt-ocean-plastic-soup.html

Nachhaltigkeit in der Textilbranche – Internationale Projektwoche „Sustainable living - active citizens“

Am Montag, dem 26.  Januar 2020 begann mit dem Empfang im Ratinger Rathaus die gemeinsame Projektwoche „Sustainable living - active citizens“ am AJC mit 31 Gastschülern- und lehrern aus Finnland, Frankreich, Italien, Norwegen und Nordmazedonien.

Brandaktuelles Thema des Ersamus+-Projektes „Sustainable living - active citizens“ war die Nachhaltigkeit. Der Auftakt der europäischen Projektwoche fand im Jahr 2018 im französischen Remiremont statt. Seitdem stand in jedem teilnehmenden Land eine andere Säule der Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. 2019 war es die Ökologie im finnischen Muhas, Kultur in Angelo dei Lombardi in Italien, Soziales in Bitola in Nordmazedonien und jetzt, 2020 in Ratingen, die Ökonomie.

Konkret geht es um die Nachhaltigkeit in der Textilbranche. Und da hat Ratingen Einiges zu bieten – damals wie heute. Die Textilfabrik Cromford war 1783 die erste Fabrik auf dem europäischen Kontinent, die Gastschüler durften sie als Museum erleben. Das Unternehmen Esprit mit seinen Europasitz in Ratingen zeigt, wie die Modeindustrie heute arbeitet. Ebenfalls Teil des Programms waren Besuche der Modestadt Düsseldorf und der Domstadt Köln.

Aber was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? – Viel. Denn zunächst muss man verstehen, wie die Textilindustrie arbeitet, um Konzepte für nachhaltiges Wirtschaften zu erarbeiten. Darüber hinaus erfuhren die Gäste in Vorträgen mehr über die Arbeitsbedingungen in den heutigen Produktionsstätten in der 3. Welt und die tatsächlichen Kosten eines Fast-Fashion-Produktes.

Ganz konkret lernten die jungen Europäer etwas für die Nachhaltigkeit zu tun, zum Beispiel in einem Upcycling-Workshop.

Doch die europäischen Erasmus-Projekte sind keine Einbahnstraßen. Es geht um internationalen Austausch. Für den gab es Raum bei vielen Diskussionen, beim gemeinsamen Abendessen, Gesprächen innerhalb der Gastfamilien und natürlich der Abschlussparty. Die Party beendete aber nur die Projektwoche in Ratingen. In Trysi in Norwegen soll das Projekt „Sustainable living - active citizens“ seinen Abschluss finden.

Europäischer Schüleraustausch mit IT-Praktikum

26. Januar bis zum 15. Februar begleiteten Schüler*innen der informationstechnischen Bildungsgänge des AJC fünf französische Schüler des Ensemble St. Félix-La Salle aus Nantes bei ihrem vierwöchigen Aufenthalt in Ratingen.

Die Franzosen im Alter von 16 bis 17 Jahren absolvierten hier ein IT-Auslandspraktikum bei den Unternehmen Powertech Electronics, Systemconnect, Esprit Europe, Theißen Industrietechnik und Tünkers Maschinenbau. Im kommenden Schuljahr absolvieren die Ratinger dann ihr Auslandspraktikum in Frankreich. Denn internationale Berufserfahrung ist in einer globalisierten Welt unerlässlich.