Drei Tage lang war eine freiwillige Gruppe von Schülerinnen und Schülern der beruflichen Gymnasien und höheren Berufsfachschulen in den Niederlanden auf den Spuren der NS-Herrschaft und der Shoah während der Besatzung des Nachbarlandes in Amsterdam und dem Kamp Westerbork unterwegs. Kamp Westerbork war das Konzentrationslager, von dem aus rund 104.000 niederländische oder sich in den Niederlanden aufhaltende deutsche Juden in andere Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden. Anlass der Gedenkfahrt war das Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl, die dort als Kind interniert war. Die bekannteste Internierte dieses Lagers ist Anne Frank.
Weitere Programmpunkte der Studienfahrt waren das Anne-Frank-Haus, das Holocaust-Museum, das Nationaal Namenmonument, an dem die Namen aller Opfer des Nationalsozialismus in den Niederlanden festgehalten sind, das Auschwitz-Monument im Wertheim-Park sowie eine geführte Tour durch das ehemalige jüdische Viertel in Amsterdam.
Für die Schülerinnen und Schüler war der Besuch eine sehr emotionale Erfahrung, die ihnen die Grauen des Holocaust auf persönliche Weise vor Augen führte und die intensive Auseinandersetzung mit den schrecklichen Folgen der NS-Vergangenheit intensivierte.